Botox Botox ist die übliche Bezeichnung für Botulotoxin A, was ein sehr wirksamer Toxin ist, der von der Bakterie Clostridium botulinum produziert wird - das sogenannte Wurstgift. Wegen seiner großen Wirksamkeit (es verursacht die Muskellähmung) wurde dieser Stoff immer eines der befürchtetsten Naturprodukte und er wurde hauptsächlich wegen seiner möglichen Anwendung als biologische Waffe geprüft. In den letzten rund 20 Jahren änderte sich Botox in ein Arzneimittel, das fähig ist einige neurologischen Erkrankungen zu bewirken – die sonst sehr schwierig heilbar sind – wie verschiedene krampfartigen Zustände, verbunden mit ungewollten Muskelzuckungen insbesondere im Gesicht, in der Gegend des Mundes und der Augen, bei Patienten mit Kinderzerebrallähmung und mit der multiplen Sklerose, nach Hirngefäßvorfällen, weiterhin bei einigen Kopf- und Rückenschmerzentypen, bei übermäßigem Schwitzen und in der Augenmedizin bei der Therapie des Schielens. In den Bereich der ästhetischen Medizin drang Botox in den letzten 6 Jahren buchstäblich blitzschnell durch. Man fing an, ihn anzuwenden insbesondere zur Korrektion der Runzeln an den Augen und an der Nasenwurzel, ferner dann zur Korrektion des übermäßigen Schwitzens in der Achselhöhle und auf der Handfläche. Der Effekt wurde erreicht durch zeitbegrenzte Ausscheidung der betreffenden Muskeln aus der Funktion durch eine Blockade der Muskelnervübertragung. In USA wurden im Jahr 2001 mehr als 1600000 Botox-Applikationen durchgeführt, was 20% aller Prozeduren darstellt und gegenüber dem Jahr 1997 handelt es sich um ein Anwachsen von 2356%! Dadurch erreichte Botox sicher den 1. Platz in der Rangliste der Popularität der Leistungen in der ästhetischen Medizin nicht nur in USA, sondern in der ganzen westlichen Welt. Wo liegen die Ursachen dieses Erfolgs? Es ist vor allem seine einfache Anwendung, absolute Sicherheit bei der Einhaltung der empfohlenen Dosis, minimale Beschränkung der Klientin im normalen Leben und vor allem Wirksamkeit dort, wo die übrigen Methoden bisher versagten. Der Kult des jugendlichen Aussehens und des Erfolgs beherrschte die ganze derzeitige sogenannte "zivilisierte" Welt, in der wir leben und ein müder, verärgerter Ausdruck, begleitet mit Runzeln an den Augen, wird insgesamt als sehr negativ vernommen. Dabei ist die Beseitigung dieser Runzeln, ob schon durch eine Operation oder mittels verschiedener Unterspritzungen, unmöglich, weil es sich um dynamische Runzeln handelt, die mit der Bewegung der mimischen Muskulatur und mit der Gravitation zusammenhängen. So kommt es zum Beispiel zum Absinken der Augenbrauen herunter und herein zur Nasenwurzel, was verschieden tiefe Runzeln zwischen den Augenbrauen zur Folge hat. Wenn es uns gelingt die Muskeln lahm zu legen, die diesen Zug herunter und hinein verursachen, verschiebt sich die Augenbraue sehr unauffällig in Richtung herauf, die Runzeln verschwinden und das Gesicht erhält einen viel heiteren Ausdruck. So ähnlich ist es mit den Runzelfächern in den äußeren Augenecken. Botox wird mit einer sehr dünnen Nadel direkt in den Stellen appliziert, die wir bewirken wollen, also rund um die Augen. Einige Einstiche dauern etwa 5 Minuten und die Klienten können ohne jeglicher Beschränkung nach Hause oder in die Arbeit gehen. Der Effekt zeigt sich im Laufe einiger Tage. Die häufige Befürchtung eines unnatürlichen Aussehens – die Ruhigstellung – der betreffenden Gesichtspartie ist überhaupt nicht angebracht, der Effekt ist im Gegenteil sehr unauffällig und natürlich. Dies ist übrigens die Ursache der Popularität des Botox auch bei den Männern. Wenn wir über die schattigen Seiten des Botox sprechen wollen, dann sind es nur zwei: 1. Die zeitliche Begrenzung der Wirksamkeit - der volle Effekt dauert etwa 3 Monate lang und klingt innerhalb von 6 Monaten ab und 2. Der Preis des Botox, der verhältnismäßig hoch ist. |
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